

MED SELECT HOLDING
Kapitel 7.1.4
Günter Dürselen
Prozessumgebung
Die Organisation muss die Umgebung bestimmen, bereitstellen und aufrechterhalten, die für die Durchführung ihrer Prozesse und zum Erreichen der Konformität von Produkten und Dienstleistungen benötigt wird.
ANMERKUNG:
Eine geeignete Umgebung kann eine Kombination von menschlichen und physikalischen Faktoren sein, z. B.:
soziale Faktoren (z. B. diskriminierungsfrei, ruhig, nichtkonfrontativ);
psychologische Faktoren (z. B. stressmindernd, Prävention von Burnout, emotional schützend);
physikalische Faktoren (z. B. Temperatur, Wärme, Feuchtigkeit, Licht, Luftführung, Hygiene, Lärm).
Diese Faktoren können sich in Abhängigkeit von den bereitgestellten Produkten und Dienstleistungen wesentlich unterscheiden.
Die Prozessumgebung wird als eine Kombination aus Menschen und umweltbezogenen Bedingungen verstanden. Die erforderlichen Maßnahmen, insbesondere zur Realisierung und Aufrechterhaltung konformer Dienstleistungseigenschaften, sind z. B:
1) zugelassene, genehmigte und freigegebene Produkte, Verfahren, Einrichtungen, Ausrüstungen
2) ergonomische, saubere und hygienische Arbeitsbedingungen
3) zweckentsprechende Räume und Lagerflächen
4) Maßnahmen zum Schutz von Mensch, Maschine und Produkt, zum Beispiel:
- Schutz vor Feuer, Wasser, Witterung: Notfallvorbereitung
- Instandhaltung von Transport- und Lagereinrichtungen für Produkte, Rohstoffe usw.
- Recycling von Materialien
- geeignete Beleuchtung
- energieeffiziente Anlagen
Eine regelmäßige Überwachung erfolgt z. B. durch:
1) Behörden wie Berufsgenossenschaften, Versicherungen
2) intern durch Inspektion (Überprüfung, Vor-Ort-Kontrollen), Wartung und Instandhaltung
